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Wetter SchweizWetterToni Redaktion

Kommt jetzt der erste richtige Wintereinbruch in den Alpen?

Die kurze Antwort: Nein – ein richtiger Wintereinbruch steht in den Alpen derzeit noch nicht unmittelbar bevor. Die aktuelle Bergprognose zeigt vielmehr eine kräftige herbstliche Hochdrucklage. Für Sonntag werden in den Ostalpen 10 bis 18 °C auf 2000 Metern und 5 bis 12 °C auf 3000 Metern erwartet. Die Nullgradgrenze liegt meist zwischen 3700 und 4000 Metern. In den Westalpen werden auf 3000 Metern 6 bis 12 °C und selbst auf 4000 Metern noch 0 bis 2 °C erwartet; die Nullgradgrenze liegt dort bei etwa 3900 bis 4200 Metern.

Warum trotzdem schon Schnee zu sehen ist

Ende September reichen einzelne kalte Luftmassen, nächtliche Ausstrahlung und Niederschlag aus, um die höchsten Gipfel vorübergehend weiß werden zu lassen. Das ist aber etwas anderes als ein nachhaltiger Wintereinbruch mit tief sinkender Schneefallgrenze und einer Schneedecke, die auch in mittleren Höhen liegen bleibt.

Wann könnte sich die Lage ändern?

Die Alpenvereins-Bergprognose auf Basis der GeoSphere Austria hält den Hochdruck in den Westalpen bis etwa Mittwoch und in den Ostalpen bis etwa Donnerstag für wetterbestimmend. Eine erste Front könnte die Westalpen im Laufe des Donnerstags oder Richtung Freitag erreichen. Für die Ostalpen wird ein abgeschwächtes Übergreifen Richtung Freitag/Samstag angedeutet. Zeitpunkt und Stärke sind noch unsicher.

Das entscheidende Signal

Für einen echten frühen Wintereinbruch müssten mehrere Faktoren zusammenkommen: deutlich sinkende Nullgrad- und Schneefallgrenzen, kräftiger Niederschlag und genügend kalte Luft, damit Schnee nicht nur oberhalb von 3000 Metern fällt. Genau dieses Paket ist aktuell noch nicht belastbar zu erkennen. SchneeToni beobachtet deshalb die Entwicklung – aber aus den derzeitigen Daten einen Wintereinbruch auszurufen, wäre zu früh.