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Donnerstag wird es in den Hochalpen weiss: Hier fällt in der Schweiz wirklich Schnee

Am Donnerstag, 8. Oktober, erreicht voraussichtlich eine markante Kaltfront die Alpen aus Nordwesten. Für die Schweiz bedeutet das: In den Niederungen bleibt es überwiegend bei Regen, in den Hochalpen kann sich dagegen erstmals wieder eine deutlich winterlichere Phase durchsetzen. Der Schwerpunkt liegt nach heutigem Stand an den Schweizer Nordalpen – vom Berner Oberland über die Zentralschweiz bis in die Glarner Alpen – sowie in hohen Lagen des Wallis.

Wo ist Schnee am wahrscheinlichsten?

Am klarsten ist das Signal oberhalb von rund 2500 bis 3000 Metern. Der Bergwetter-Trend von GeoSphere Austria erwartet mit der Kaltfront schlechte Sicht, Regen und Schnee in Hochlagen entlang der Schweizer Nordalpen. Für Engelberg werden für Donnerstag rund 18,7 Millimeter Niederschlag bei 6 bis 13 Grad im Talumfeld gerechnet. In dieser Konstellation fällt der Hauptteil unten als Regen, während die Gipfelregionen zunehmend Schnee abbekommen.

Für die höchsten Lagen ist derzeit ein Neuschnee-Fenster von etwa 10 bis 15 Zentimetern realistisch; in günstigen Staulagen kann lokal etwas mehr zusammenkommen. Unterhalb von etwa 2000 Metern ist am Donnerstag zunächst vor allem Regen zu erwarten. Erst mit der Abkühlung am Abend und in der Nacht auf Freitag kann die Schneefallgrenze weiter sinken. Genau dort liegt die grösste Prognoseunsicherheit: Der Zeitpunkt der Kaltfront entscheidet darüber, wie weit der Schnee noch am Donnerstag nach unten vorstösst.

❄️ Schnee-Check Donnerstag
  • Höchste Wahrscheinlichkeit: Berner Oberland, Zentralschweiz und Glarner Alpen in Hochlagen.
  • Oberhalb 2500–3000 m sind etwa 10–15 cm Neuschnee möglich, lokal etwas mehr.
  • Unter 2000 m überwiegt am Donnerstag zunächst Regen; tiefere Schneefallgrenze eher gegen Abend/Nacht.
  • Engelberg: etwa 6 °C am Morgen, bis 13 °C tagsüber und rund 18,7 mm Niederschlag.
  • Prognosesicherheit für den exakten Frontdurchgang: mittel.

Berner Oberland und Zentralschweiz im Fokus

Besonders interessant sind die hoch gelegenen Bereiche rund um Jungfrau, Titlis, Gotthard und die nördlichen Walliser Alpen. Dort fällt die Temperatur in der Höhe rasch unter null, sobald die Kaltfront durchgreift. Die Niederschlagsmengen sind gleichzeitig gross genug, damit sich oberhalb der Schneefallgrenze eine frische, sichtbare Schneedecke bildet. Auf Pässen und hoch gelegenen Zufahrten kann es dadurch am Abend vorübergehend winterlich werden.

In den Tälern bleibt es meist nass statt weiss

Wer am Donnerstag in Zürich, Bern, Luzern oder im Mittelland unterwegs ist, muss keinen Wintereinbruch erwarten. Dort bleiben die Temperaturen deutlich positiv. Auch in inneralpinen Tälern ist Schneematsch höchstens spät und lokal ein Thema. Entscheidend ist die Höhe: Je näher man an 2500 Meter und darüber kommt, desto klarer wird das Schneesignal.

Wichtig bleibt die zeitliche Entwicklung. Die Modelle zeigen den stärksten Temperaturrückgang erst mit der Front selbst. Verschiebt sich diese um einige Stunden, kann der Hauptschnee teilweise erst in der Nacht auf Freitag fallen. Für Bergtouren ist deshalb nicht nur der Neuschnee relevant, sondern auch die rasch schlechter werdende Sicht und der auffrischende Wind in der Höhe.